MACHEN FETTE DICK?

Guten Abende meine Lieben,

da ich in letztes Zeit öfters danach gefragt wurde, ob Fette in der Nahrung dick machen bzw. ob es unterschiede zwischen den verschiedenen Fetten gibt, habe ich mich dazu entschlossen darüber doch mal einen Blogpost zu schreiben, um allen darauf eine Antwort geben zu können und dem einen oder anderen die Angst vor Lebensmitteln mit mehr Fettgehalt zu nehmen.

Ich denke am Besten kann ich mit der Frage im Titel beginnen… „Machen Fette dick?“ so pauschal lässt sich das nicht sagen, ich kann es also nicht mit Ja oder Nein beantworten, denn was würdet ihr darauf sagen, wenn man auch fragt „Macht ein Apfel dünn oder gesund?“ , ich denke ihr wisst wie ich das meine, also lasst es mich die Thematik doch näher erklären.

Vorab möchte ich aber noch sagen, dass ich natürlich nur durch meine Recherchen über diese Dinge berichten kann und natürlich keinerlei Ausbildung in diesem Bereich habe. Deshalb könnt ihr mich natürlich, in einem angebrachten Ton, in den Kommentaren, verbessern, wenn euch etwas nicht richtig sein sollte, denn wir lernen schließlich alle von einander.

Aber nun lege ich los…

FETTE SIND LEBENSNOTWENDIG

Zu aller erst möchte ich euch einmal sagen, dass Fette lebensnotwendig sind, dass heißt, dass wir sie alle aufnehmen müssen, damit unser Körper richtig arbeiten/ funktionieren kann. Somit ist es also ganz wichtig, für jeden von uns, dass wir Fette aufnehmen, zum einen ist es ein Grundbaustein in unserer Nahrung, wie auch Kohlenhydrate und Protein. Durch Fette werden die Hormone produziert und gesteuert, sie regulieren den Blutdruck und wirken entzündungshemmend. Außerdem dienen sie zum Aufbau der Zellwände und schützen die Organe wie ein Polster, zudem wärmen sie, verhindern also, dass wir permanent am frieren sind. Außerdem kann man, nur wenn man Fette aufnimmt, auch die Vitamine A,D,E und K aufnehmen, da diese fettlöslich sind. Zu dem sind Fette natürlich ein Energie Lieferant, da sie viele Kalorien enthalten.

SIND ALLE FETTE GLEICH?

Im Gegensatz zu der Anfangsfrage lässt sich diese hier sehr einfach beantworten, nein, es gibt verschiedene Fette bzw. Fettsäuren. Zum  einen die gesättigten Fettsäuren, die ungesättigten Fettsäuren und die dritten im Bunde, sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Im folgenden gehe ich auf die 3 verschiedenen Fettsäuren ein und erkläre euch das wichtigste, was ihr dazu wissen solltet.

  • GESÄTTIGTE FETTSÄUREN

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Lebensmitteln wie Butter, Käse, Speck und anderen Fleisch und Wurstwaren, sowie auch Milchprodukten enthalten. Außerdem sind sie natürlich auch in großen Mengen in Süßigkeiten vorhanden.

Diese sogenannten gesättigten Fettsäuren werden, ganz ohne das wir sie aufnehmen, vom Körper selber produziert und müssen somit nicht über die Nahrung zugeführt werden. Sie sind z.B.  schlecht für das Herz, da der Herzmuskeln bei einer zu hohen Aufnahme nicht mehr richtig arbeiten kann. Dieses entsteht durch die Erhöhung des LDL Cholesterinwertes, der zur Verstopfung der Blutgefäße führt, wenn dieser zu hoch ist. Im großen und ganzen können diese Fettsäuren zu einem rapiden Anstieg des Cholesterinspiegels führen.

  • UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN

Ungesättigte Fettsäuren kommen z.B. in Lebensmitteln wie Olivenöl ,Rapsöl sowie auch Avocados vor. Sie dienen der Funktion unserer Zellmembran und sollen einen vergünstigenden Einfluss auf den Stopfwechsel haben. Diese werden allerdings auch vom Körper selber produziert, können den LDL Cholesterinwert aber glücklicherweise reduzieren.

  • MEHRFACH UNGESÄTTIGTE FETTSÄUREN

Die dritten im Bunde sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese lassen sich in Omega 3- und Omega 6- Fettsäuren unterteilen.

Eine Quelle in der ein hoher Gehalt von Omega 6- Fettsäuren ist, sind z.B. Öle wie Soja- und Sesamöl. Auch Chiasamen haben einen hohen Gehalt an Omega 6 Fettsäuren. Omega 3- Fettsäuren sind dahin gegen in vielen verschiedenen Fischen enthalten wie z.B. im Hering und Lachs aber auch in Sonnenblumenkernen und  Chiasamen  weisen eben einen sehr hohen Gehalt vor.

Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden im Gegensatz zu den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren nicht vom Körper selber produziert und sind deshalb für den Menschen essentiell, müssen also durch die Nahrung aufgenommen werden. Durch sie sinkt der LDL- sowie auch der Gesamtcholesterinspiegel.

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FOLGEN BEI EINER ZU GERINGEN FETTAUFNAHME

Sicherlich ist euch durch die oben genannten Fakten schon aufgefallen, wie wichtig Fette sind, doch was passiert eigentlich, wenn man sie nicht aufnimmt? Damit habe ich mich, bedingt durch meine Vergangenheit, schon einmal auseinander gesetzt und möchte euch ein paar Dinge nennen, damit ihr seht, wie schlimm die Folgen sein können.

  • FRIEREN

Durch eine zu geringe Zufuhr von Fetten kann der Körper keine Fettschicht aufbauen oder erhalten, die dazu da ist, dass man immer gewärmt ist. Wer also wenig Fette isst, wohlmöglich noch abnimmt oder schon sehr dünn ist, friert super, super schnell.

  • KONZENTRATIONSSCHWÄCHE

Auch für die Gehirnkapazität und somit die Konzentration sind Fette essentiell, hierzu tragen vor allem die Omega 3- Fettsäuren bei. Sollte man also zu wenig dieser aufnehmen, kann es schnell dazu kommen, dass man sich nicht mehr gut konzentrieren kann und somit die Leistungsfähigkeit abnimmt.

  • HUNGER

Auch wenn man genug an z.B. Vitaminen und Kohlenhydraten zu sich nimmt, kann man trotzdem immer noch Hunger haben, wenn die zufuhr von Fetten nicht stimmt, da diese Inhaltstoffe enthalten, die den Körper zufrieden stellen und somit sättigen.

  • DEPRESSIONEN (nicht wissenschaftlich belegt, doch haben viele den Anschein)

Für viele mag der Punkt weit her gegriffen sein, doch leider ist auch das die Wahrheit und für mich ist es äußerst wichtig, genau das mit aufzugreifen, denn bei mir war dieses früher der Fall. Bedingt durch mein damalige Krankheit, dem damit einhergehenden starken Untergewicht, habe ich natürlich auch keine richtigen Fette mehr zu mir genommen, was wohl mit ein Grund war, warum meine Depressionen entstanden. Dieses ist wahrscheinlich auf die Hormonschwankungen zurück zu führen, die durch eine zu geringe Aufnahme der Fette entsteht.

Wie ihr daran sehen könnt ist es absolut nicht Lust zu wenig fette zu essen und sollte keine Option für euch sein, denn mit Dingen wie Depressionen ist nicht zu spaßen.

DIE ANTWORT AUF DIE FRAGE: DIE RICHTIGEN FETTE UND DAS RICHTIGE MAß

Wie man oben bereits lesen konnte, gibt es also verschiedene Fettsäuren, die entweder den Gesundheitsstand fördern oder eben eher das Gegenteil bewirken. Doch wie bei allen Lebensmittel ist es so, dass man eben das richtige Maß finden muss. Das heißt, dass Fette natürlich super wichtig sind, sie aber genau so wie, nicht zu wenig zu geführt werden sollten, auch nicht zu viel zugeführt werden sollten.

Natürlich wird euer Körper es euch sehr danken, wenn ihr viel zu ungesättigten und mehrfachungesättigten Fettsäuren greift und die Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren nicht mehr so oft zu euch nehmt, doch in Maßen ist das natürlich auch okay.

Ihr sollt also auf keinen Fall Angst vor Fetten haben, sie machen nicht dick, solange man sie richtig aufnimmt und sind absolut lebensnotwendig. Zudem sind sie natürlich auch ein Geschmacksträger und bewirken, dass euer Essen richtig gut schmeckt.

THAS`S IT

Das war es auch mit diesem Blogpost rundum das Thema „FETTE“. Ich hoffe sehr, dass ihr nun einen Überblick habt und euch klar geworden ist, dass Fette nicht dick machen, sondern essentiell für ein gesundes Leben sind, insofern man sie richtig einsetzt. Lasst mir doch gerne Konstruktive Kritik da, ich freue mich über eure Kommentare.

Liebe Grüße,

Eure Sophie

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3 Kommentare zu „MACHEN FETTE DICK?

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