PLEASE THINK ABOUT IT

Guten Morgen,

heute komme ich mal wieder auf ein Thema zusprechen, welches wirklich nicht mein Lieblingsthema ist, da ich, wie ihr wisst, damit abgeschlossen habe. Aber mich erreichen immer wieder Fragen zu dem Thema Anorexia Nervosa und da ich einfach unglaublich gerne anderen Menschen helfen möchte und euch zeigen möchte, dass es einen Weg aus dem Teufelskreis gibt, schreibe ich immer mal wieder über dieses Thema. Heute soll es genauer darum gehen was vieles in mir ausgelöst hat unteranderem tdazu gebracht hat, dass ich meine Augen geöffnet habe.

Ich erinnere mich daran, wie ich im Dezember 2015 wieder an einem Punkt war, an dem ich komplett verloren war, nichts in mir lebte, die Hoffnung kein Begriff mehr war, das Weinen  schon immer mehr nachließ, weil es zu anstrengend für meinen kleinen, ausgehungerten Körper war.  Ich erinnere mich daran, wie ich durch die Straßen ging und jedes Fenster zu einer Last wurde, da es zu viel spiegelte, da ich mich darin sehen konnte und alles, alles an mir hasste, alles ekelig fand, alles abstoßend war…

Ich denke über meine damaligen Gefühle sollte ich an dieser Stelle nicht mehr sprechen, da ich absolut keine blöde Stimmung und schlechte Laune verbreiten möchte.

Also springe ich direkt zum eigentlichen über…

THE PAST

Ich erinnere mich daran, wie man zu mir sagte, dass ich es doch nicht schlecht habe, mir doch an nichts fehlt. Ich konnte es nicht fassen, wie konnte man das bloß zu mir sagen? Ich hatte Magersucht, Depressionen, merkte wie ich zerfiel und man sagte mir, mir fehle eigentlich an nichts? Ich war so geschockt, dass ich nichts sagte und man weiter mit mir sprach… Mir wurde genauer gesagt was damit gemeint war und zwar, dass es Menschen gibt die von klein auf  nichts haben, die ihr ganzes Leben kämpfen müssen um zu überleben, da sie nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben, keine Nahrung und somit auch kein Geld zum leben haben. Natürlich wusste ich das, doch so habe ich es noch nicht gesehen. Ich war sauer, traurig und enttäuscht zu gleich, dass man mich mit so jemandem verglich, da es einfach nicht das selbe ist, da ich soviel mit gemacht habe, was ich nicht verarbeiten konnte  und  sich somit die Essstörung sowie die Depressionen entwickelten.

Doch über diese Dinge, diesen einen Satz dachte ich Tage bzw. Wochen nach… Er begleitete mich überall hin. Auf einmal dachte ich darüber nach, was ich eigentlich habe, was mir zum Leben zur Verfügung steht, wie gut meine Vorraussetzungen für ein schönes Leben doch eigentlich sind. Denn ich habe eine Familie, auch wenn sie definitiv nicht perfekt ist. Ich habe ein Dach über dem Kopf. Ich habe die Möglichkeit zur Schule zu gehen und mich weiterzuentwickeln. Und, und, und…

Hier müsste ich eigentlich alles aufzählen was in meinem Leben an dem Punkt alles falsch gelaufen ist und wie genau ich in die Essstörung gerutscht bin, was mich dazu gebracht hat, das schöne nicht mehr sehen zu können, doch dieses Thema ist einfach sehr, sehr privat und deshalb möchte ich es an dieser Stelle nicht ansprechen.

A BIG CHANGE

Doch was dann kam änderte vieles… Wie in der Zeit sehr oft bin ich immer mal wieder durch die Stadt gegangen, habe viele Menschen gesehen und somit auch Dinge, die alles andere als schön waren. Jemanden der nichts mehr hatte, ein Mensch der auf der Straße lebte, keine Schuhe hatte und dessen ganzer Körper völlig herunter gekommen war. Mehrere Menschen die eine Behinderung haben und für diese absolut nichts können, die ihr ganzes Leben mit dieser Behinderung leben müssen und dieses einfach so super meisten! Diese beiden Dinge waren wie ein Schlag für mich, im positiven Sinne… Einerseits merkte ich, dass ich noch eine Chance habe und anderseits merkte ich, dass Menschen die viel schlechtere Gegebenheiten haben trotzdem das Leben meistern.

Dann kamen noch die Krankheiten dazu, die einen einfach überfallen können, Krankheiten wie Krebs oder auch MS . Die Menschen, die an diesen erkranken, erfahren dieses einfach so vom Arzt, sie werden komplett damit überrumpelt und von dem einen auf den anderen Tag ändert sich ihr ganzes Leben… Diese Menschen tun alles dafür um zu leben und kämpfen jede Sekunde dafür, dass sie etwas von dem Leben haben und wollen nichts lieber als die Krankheit besiegen, als richtig zu leben. Doch sie können nicht immer, manchmal ist die Krankheit stärker als sie und dann haben sie es nicht mehr in der Hand.

CHANGE YOU VIEW

Und dann betrachtete ich mich, ich fühlte mich plötzlich von Tag zu Tag „schuldiger“, plötzlich hatte ich das Gefühl, einfach alles falsch gemacht zu haben, auf einmal kam alles in mir hoch und ich konnte es selber nicht mehr mit mir vereinbaren, dass ich meine Probleme versuchte mit dem hungern zu lösen und somit am sterben war und andere Menschen so krank waren, dass sie sterben mussten aber leben wollten.  Ich konnte diese Ungerechtigkeit nicht verkraften und spürte, da eine Bekannte der Familie ziemlich krank geworden war, auf einmal wie sich alle um mich herum fühlten, wie verzweifelt sie sein mussten. Unsere Bekannte konnte allerdings nicht mehr machen als auf ein Wunder  und  an die stärke ihres Körpers hoffen, da es keine Psychische Krankheit war, die sie selber bekämpfen konnte…

Doch ich konnte das, ich hatte eine Krankheit die ich nur selber bekämpfen konnte. Denn Magersucht kann man nur selber in den Griff bekommen und aus eigener Kraft besiegen!

Mir wurde auf einmal klar was ich da machte, mir wurde bewusst wie viel andere für das Leben kämpften und das ich mein eigenes einfach so wegschmiss. Mir wurde klar, dass es keine Lösung mehr war. Dass ich das nicht mehr wollte, dass ich nicht mehr die schlechten Dinge überwiegen lassen wollte, sondern endlich leben wollte und das schöne wieder sehen wollte.

Meine Augen haben sich geöffnet und mir ist bewusst geworden, dass ich es  selber  in der Hand habe und mir mein Leben zurück erkämpfen kann, wenn ich dafür alles gebe. Mir wurde einfach klar, dass ich nur dieses eine Leben habe und es so, so viel Wert ist!

Mehr Wert als ich zu dem Zeitpunkt und eine lange Zeit dachte. Mehr Wert als ich sehen konnte und mehr Wert als alles andere, denn wir haben nur diese eine Chance auf ein wundervolles Leben!

Und genau das ist es was ich dir sagen möchte, du hast nur dieses eine Leben. Du hast nur die eine Chance ein wundervolles Leben zu führen. Du hast es in deiner Hand, wie du dein Leben gestaltet. Du hast es in der Hand was du überwiegen lässt, das Gute oder das Schlechte. Du kannst entscheiden wie du mit deinem Leben umgehst und du, ja du, du hast es verdient ein wunderschönes Leben zu leben!

JEDER VON UNS HAT EIN SCHÖNES, WÜNDERSCHÖNES LEBEN VERDIENT!

Es ist die Einstellung die so viel ausmacht, die wir ändern müssen um ein wundervolles Leben zu führen. Sehe es nicht als: Ich muss leben sondern als ein: ICH DARF LEBEN! DAS LEBEN IST SO VIEL WERT!


 

Wie ich gerade bemerke, ist dieser Blogpost etwas länger geworden als erwartet und ich hoff,  dass ich damit dem einen oder anderen Helfen konnte. Natürlich ist das hier nur ein kleiner Ausschnitt, der mich dazu gebracht hat, dass ich wieder gesund werden wollte und konnte. Solltet ihr somit  noch Fragen zu diesem Thema haben so könnte ihr gerne immer in der Kategorie „Health“ auf meinem Blog die Beiträge durchlesen und  mir die Fragen sonst auch in den Kommentaren oder Privat auf Instagram  stellen. Solltet ihr es per Kommentar machen und nicht wollen, dass er Öffentlich ist, so schreibt es einfach dazu und ich stelle es so ein, dass nur ich ihn lesen kann.

Ich freue mich auch immer wahnsinnig über euer Feedback, da ich natürlich nur dadurch sehen kann, ob ihr es mögt und motivierend findet, wenn ich ein paar Einblicke in mein Leben gebe.

Das war es auch schon mit dem heutigen Beitrag, habt einen wunderschönen Sonntag und vergesst nicht jeden Tag alles zu geben um eure Ziele zu verwirklichen.

Viele Liebe Grüße und schöne Ostertage

eure Sophie

 

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