MY FITNESS JOURNEY

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Mache ich schon immer gerne Sport? Esse ich schon immer sehr gesund? Wie bin ich eigentlich dazu gekommen gerne Sport zu machen? Warum gefällt es mir so gut gesund zu essen? Warum ist mir meine Gesundheit am aller wichtigsten?

Jeder der sich hin und wieder meine Bilder anschaut und liest, was ich auf meinem Blog schreibe, weiß, dass ich nicht immer Sportlich war, dass ich Zeiten hatte in den andere Dinge viel, viel wichtiger waren. Doch die aller meisten von euch wissen nur, dass ich mal Krank war, sehr dünn war… Aber auch vor dieser Zeit war ich alles andere als Fit, habe mich alles andere als wohlgefühlt, habe alles andere als Selbstbewusstsein gehabt und war alles andere als Zufrieden mit mir.

In meinem heutigen Blogpost möchte ich euch nun einmal erzählen wieso ich so gerne Fit bin und warum mir meine Gesundheit so wichtig ist, wie der Weg dahin war und warum ich Fitness nicht mehr missen möchte.

Ich gehe in diesem Post zwar auf meine damalige Essstörung ein, habe es mir aber erspart alle schrecklichen Dinge aufzuzählen, um nicht vom wesentlichen abzuschweifen und euch mehr von dem zu erzählen was jetzt present ist.

Aber bevor ich euch ein weiteres Stück meiner Geschichte erzähle, möchte ich einmal betonen, dass ich damit keines Falls angeben möchte, mich nicht als etwas besseres darstellen möchte oder mich als „Ideal“ bzw. „Perfekt“ bezeichne oder gesehen werde möchte, denn das ist absolut nicht so, da es diese beide Dinge einfach nicht gibt und wir alle unterschiedlich sind und unseren eigenen Weg gehen und finden sollten. Ich möchte euch nur etwas Mut machen, dass absolut jeder erreichen kann für was er kämpft, egal was man schon erlebt hat und wie minderwertig man sich gefühlt hat.

2014

Alles begann im Jahr 2014, indem Jahr habe ich innerhalb von wenigen Monaten viele Kilos zugenommen, habe gegessen, gegessen und gegessen… Ich liebte Schokolade, Pizza und Kekse. Habe immer wieder aus Langeweile mal hier und mal da die eine kleine oder größere Portion zu mir genommen und somit konnte mein Körper all dieses Essen nicht mehr verarbeiten, da ich dazu keinen Sport machte und generell nicht auf mich acht gab.

Ich habe zwar oft gesunde Lebensmittel zu mir genommen, da ich es schon immer gerne mochte und habe auch ein paar mal die Sportschuhe angezogen, um laufen zu gehen, doch so richtig ins schwitzen kam ich nie und setzte mich statt dessen wieder auf das Sofa und ließ die Zeit so vor sich hingehen.

So mehr ich an Gewicht zunahm so unwohler fühlte ich mich. Nicht weil ich dick war, denn das wäre der falsche Ausdruck,  sondern, weil ich mich so nicht kannte. Ich hatte das Gefühl in einem Körper zu leben, über den ich nicht mehr die Kontrolle hatte, wie ich wollte. Ich hatte das Gefühl, gar nicht mehr ich selbst zu sein. Zwar war ich bevor ich einiges an Gewicht zugelegt hatte, nie eine der total dünnen und sportlichen Mädchen, sondern war immer eher kurvig, doch so wie ich am Anfang des Jahres aussah, kannte ich mich auch nicht.

Im Sommer fühlte ich mich dann endgültig so unwohl, dass ich gegen Ende des Sommers beschloss mich in einem Fitnessstudio anzumelden und einfach etwas für meinen Körper zu tun, auf mich acht zu geben und die Überschüssigen Kilos eventuell wieder zu verlieren oder zumindest meinen Körper schön zu formen. Ich hatte kein bestimmtes Ziel, ich wollte mich einfach nur wieder wohlfühlen und mein Spiegelbild nicht mehr als fremd empfinden.

Also fing ich an, hin und wieder in ein Fitnessstudio zu gehen und stellte meine Ernährung um. Allerdings lief die Ernährungsumstellung um einiges besser als das Trainieren, da ich von einem gesunden Essverhalten zu der Zeit einfach viel, viel mehr Ahnung hatte und es beim Sport einfach total das Gegenteil war. Somit hatte ich Ernährungstechnisch keine Probleme, doch beim Training wusste ich einfach nicht wie ich es am besten machen sollte.

Ich hob ein Paar Gewichte, war etwas Joggen und machte etwas Cardio im Studio und hatte auch etwas an meinem Körper ändern können. Insgesamt wurde ich zufriedener und fühlte mich wieder  wohler in meiner Haut, weil ich einfach wieder gesünder lebte und nicht mehr Süßigkeiten in mich rein Schub ohne ein Halt zu machen, sondern acht auf mich gab. Zu der Zeit merkte ich wie gut mir das alles Tat und dass Gesund essen einfach total viel für die Psyche und den Körper tut.

JANUAR 2015 – JUNI 2015

Doch Anfang 2015 änderte sich alles, im Negativen Sinne.

Es passierten so viele Dinge, verstreut über mein ganzes Leben, die ich bis dahin einfach nicht verkraftete, bei denen ich nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen sollte und mir die Schuld für alles gab und somit das Essen nicht mehr als etwas notwendiges ansah, sondern als etwas verbotenes. Ich rutschte in die Essstörung Anorexia Nervosa und somit in die schlimmste Zeit meines Lebens.

Innerhalb von drei Monaten reduzierte ich mein Körpergewicht super stark und hatte völlig die Kontrolle, über mich, verloren. Ich machte in diesen drei Monaten exzessives Cardio Training, weil die Kraft für Krafttraining nicht mehr reichte und aß so gut wie gar nichts mehr. Jeder bissen breitete mir ein schlechtes Gewissen und ich begann mich immer und immer mehr zurück zuziehen und mich in eine Welt zwischen dem Leben und Tod zu hungern.

Zu diesem Zeitpunkt merkte ich absolut nicht was mit mir los war, ich sah nur, dass ich immer mehr an Gewicht verlor und somit weniger wurde. Über jedes Gramm, das ich abgenommen hatte freute ich mich und es stachelte mich nur noch mehr an weniger zu essen.

Doch ungefähr im April 2015 bemerkte ich, dass etwas nicht mehr stimmt, alle machten Sorgen, um mich, meine Eltern standen verzweifelt und weinend vor mir und alle sagten mir, dass ich schrecklich aussah. Meine Freundinnen versuchten mir zu zeigen, dass ich mich nicht mehr nach etwas gesundem strebe,  Sie versuchten mir einzureden, dass ich „einfach“ mehr essen sollte, doch für mich war es alles andere als „einfach“ und genau an diesem Punkt bemerkte ich, das etwas nicht mehr stimmte. Ich saß plötzlich wieder alleine am Esstisch, wollte bzw. fühlte mich gezwungen Mittagessen zu essen, doch musste weinen, weil ich Lebensmittel aß, die ich Monate nicht gegessen hatte. Ich ekelte mich vor jedem Essen und war total verwundert wie viel alle Menschen in meinem Umfeld aßen.

Zu dieser Zeit war ich bereits im Extremen Untergewicht, doch konnte dieses im Spiegel nicht sehen und hatte den Blick für ein normalen Umgang mit meinem Körper sowie mit dem essen ganz verloren. Ich habe gehasst, was ich da sah und konnte es nicht ertragen an Spiegeln und Fensterscheiben vorbei zu gehen, doch die Sucht spielte mir etwas vor, dass Fernab der Realität war.

Nach ein paar Wochen hatte ich den aller ersten Termin bei einer Psychologin, bei der nach ein paar Minuten feststand dass ich erkrankt war. Diagnose: Anorexia Nervosa.

Ich war geschockt. Andererseits konnte ich endlich verstehen warum ich so war, warum ich angst vor allem hatte, mich hasste, mich nicht mehr im Spiegel sehen wollte, mich als dick empfand und alle Anzeichen dafür ignorierte.

Von Mai bis Juli wurde mir immer bewusster, dass ich etwas ändern musste, doch oft war es so, dass ich etwas zunahm und dieses Gewicht direkt wieder verlor.

JULI 2015 – FEBRUAR 2016

Von Juli bis Februar ging ich durch viele schlimme Monate, mal aß ich etwas mehr und dann fiel ich in ein tiefes Loch welches wieder nur aus Selbsthass, nicht essen, Depressionen und weiteren, ungern nennbaren, Dingen bestand.

Zwar hatte ich keine Angst mehr vor Lebensmitteln, da ich mir immer klar war, dass Lebensmittel nicht das Problem waren aber zunehmen konnte/ wollte ich einfach nicht.

In dieser Zeit durfte ich natürlich absolut keinen Sport machen, da mein Körper völlig unterernährt war und ich absolut keine Kraft dafür hatte.

FEBRUAR 2016

Im Februar 2016 passierte wohl der aller größte Schritt, den ich gehen konnte.Ich wollte in keine Klinik gehen. Ich wollte nicht mehr. Ich wollte einfach nicht mehr krank sein, ich wollte wieder ich sein. Ich wollte wieder spaß am Leben haben und mein lachen zurück gewinnen. Ein glückliches Leben mit viel Freude gewinnen und einfach Gesund sein und das Best mögliche aus mir heraus holen.

Somit begann ich zu trainieren und gesund zu essen, da ich wusste wie gut ich mich vor der Essstörung damit fühlte und einfach das aller, aller beste für mich wollte. Ich startete mit leichten Own Bodyweight Übungen, die ich zu der Zeit machbar fand und begann meine Nahrung unglaublich zu erhöhen, um genug Energie für mich und für den Sport zu haben.

Nach ein paar Wochen in denen ich 6 mal die Woche Sport machte, über 3500 Kalorien täglich aß und meinen Körper, nach einer langen Zeit, in der ich dem Tod näher stand als dem Leben, endlich wieder spüren konnte wurde es langsam ein Teil von meinem Leben. Ich begann den Sport als etwas wundervolles anzusehen. Ich liebte es sehr über mich hinaus zu wachsen und täglich stärker zu werden.

MAI 2016

Nach ungefähr 2 1/2 Monaten hatte ich es dann auch endlich wieder geschafft und habe das Gewicht wieder auf die Waage gebracht, was ich mir wünschte und vor meiner ganzen Zu- und Abnehmgeschichte hatte.

Zu dem Zeitpunkt war ich schon sehr stolz auf mich, da ich endlich einen Weg gefunden hatte, wie ich einen Ausgleich zu meinem Alltag fand und dazu war es für mich noch eine Möglichkeit zuzunehmen. Natürlich gefiel es mir auch sehr, dass ich auf einmal super, super gerne gesund aß und durch den Sport meinen Körper formen konnte und Psychisch sowie Körperlich stärker wurde.

An diesem Zeitpunkt hätte ich natürlich aufhören können mit dem ganzen Trainieren, doch dieses wollte ich gar nicht mehr, für mich war das Own Bodyweight und dann auch Krafttraining einfach etwas tolles, was ich nicht mehr missen wollte und somit machte ich es weiterhin 6 mal die Woche und freute mich immer auf mein Training. Natürlich gab es auch mal Tage an den ich gerne einfach auf die Couch gegangen wäre, doch ich wusste, dass mich ein gutes Training noch etwas glücklicher machen würde und zog es somit immer wieder durch.

JUNI- DEZEMBER 2016

In diesen 7 Monaten trainierte ich weiter und beschäftigte mich immer mehr, mit Dingen, die mich einfach glücklich machten. Ich wollte meinem Körper möglichst viel gutes tun und ihn einfach wieder von Innen und Außen auf einen guten Stand bringen.

All diese Dinge wurden irgendwann  natürlich zu einer Normalität und es war eben selbstverständlich für mich einmal am Tag zu trainieren und super gesund zu essen.

In diesen Monaten fühlte ich mich so wohl in meinem Körper, wie noch NIE zuvor und lernte meinen eigenen Körper total gut kennen, bemerkte was mir gut tut und was nicht. Ich lernte mich selber eben einfach besser kennen und entwickelte mich immer mehr zu der Person, die ich nun bin.

JANUAR 2017

Natürlich mache ich auch jetzt genau so weiter, ich liebe einfach den Sport, den ich mache, das Own Bodyweight Training und Teile des Krafttrainings. Ich finde es unglaublich wie gut man sich selber kennen lernen und weiter entwickeln kann.

Für mich ist das Training einfach nicht mehr aus meinem Alltag weg zu denken und ich freue mich immer wieder, mehr an mir zu arbeiten und durch den Sport Psychisch und Physisch stärker zu werden.

Der Sport ist einfach eine Möglichkeit wie man super den Alltäglichen Stress vergessen kann, den eigenen Körper kennen lernt, die eigenen Bedürfnisse gut verarbeiten/ befriedigen kann und sich weiter entwickelt. Natürlich gibt es noch viele weitere Dinge, die ich an dieser Stelle aufzählen könnte.

Auch das gesunde Essen gehört für mich einfach zu der spate „Fitness“, welches ich nicht mehr missen möchte und mir einfach gut tut . Es fühlt sich für mich einfach richtig an, an mir zu arbeiten, meinen Körper mit vielen Vitaminen zu versorgen und denn noch auf mich acht zu geben und zu merken, wenn mein Körper eine Pause braucht und ich mir diese dann auch selbstverständlich gebe um mir keines Falls zu schaden, denn das ist es was ich nie wieder machen möchte, meinem Körper etwas schlechtes tun.

IT´S NEVER TO LATE

So, meine Lieben, an dieser Stelle möchte ich euch einmal sagen, dass es niemals, niemals zu spät ist einen Weg zu finden, wie man sich wohl fühlt! Es ist niemals zu spät für seine Ziele zu kämpfen und an sich zu arbeiten! Es ist niemals zu spät eine Grundlegende Veränderung in seinem Leben vorzunehmen! Es ist niemals zu spät, anzufangen an sich zu glauben und es einfach zu machen! Natürlich ist kein Meister vom Himmel gefallen, doch jeder fängt mal klein an.

Also wenn ihr eine Wunschvorstellung habt, wenn ihr eine Vision, ein Ziel habt dann fangt doch jetzt an, daran zu arbeiten und dafür zu kämpfen.

Jeder kann seinen Zielen täglich näher kommen und sie selber in die Hand nehmen, auch du.

Ich hoffe wirklich sehr, dass euch der Blogpost gefallen hat, dass ihr seht, dass man egal welches Ziel man hat, ihm immer näher kommen kann und dass man sein ganzes Leben immer, einfach jeden Tag ändern kann.

Lasst mir doch super, super gerne Feedback da und schreibt mir auch gerne hier oder per Instagram, falls ihr noch die ein oder andere Frage habt, ich versuche immer alles direkt oder per Blogpost zu beantworten und euch weiter zu helfen.

Allerliebste Grüße und einen tolle Sonntag,

eure Sophie

P.S. STRIVE FOR PROGRESS NOT PERFECTION!

 

 

 

 

10 Kommentare zu „MY FITNESS JOURNEY

  1. Hey!
    Finde es wirklich beeindruckend, wie du deinen Weg gefunden hast!
    Ich bin seit einem halben Jahr jetzt auch mit dabei, Sport zu treiben und mich bewusst zu ernähren. Dieses ständige Rumjammern, dass man sich nicht wohlfühlt, ist mir mit der Zeit auf die Nerven gegangen, denn schließlich kann man ja etwas ändern.
    Du bist wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass man alles schaffen kann und dass man irgendwann so aussieht, wie man es sich wünscht.
    Viel Erfolg weiterhin auf deinen Weg!

    Werde jetzt öfter auf deinem Blog vorbeischauen!
    Liebe Grüße,

    Vanessa Vera

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  2. Hey, danke für deine Blogposts. Kannst du einmal einen Beitrag schreiben über deine Sportroutine, oder wenn du trainierst, wie oft und was etc. Mich würde das brennende interessieren, mal zu sehen, wie andere trainieren. Oder auch über Lieblings-und Hassübungen, meine Hassübung z.B. wären Burpees, Lieblingsübung würde ich sagen Hampelmänner (haha), Squat Jumps und diese Lunges, wo man mit einem Bein immer hinter das andere steigt, also eigentlich überkreuzt und dann hinunter geht. Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

  3. Ich finde es wirklich beachtlich, was du schon alles geschafft hast! Du kannst echt stolz auf dich sein! Zum Glück hast du jetzt herausgefunden, was dir gut tut und stehst wieder mit beiden Beinen im Leben! Denn ein Leben mit Anorexie ist ja echt keins😟❤

    Gefällt 1 Person

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